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...der brunx

Verfasst: Samstag 14. Februar 2009, 22:52
von BrunX AnGyo
jo..
dann auch mal hier ne vorstellung abgeben..
auf der relativen ebene der wirklichkeit ist mein (tauf)name stefan...
den beinamen angyo darf ich mir geben, seitdem ich in die 10 richtlinien initiiert habe und zuflucht genommen hab..
brunx wird aus meinem früherern nachnamen abgeleitet (habe mitlerweile den namen meiner frau) brungs..das x kam mit ca 14 dazu, hatte damals aber noch (überhaupt)nix(!) mit sraight edge zu tun, sondern mit punx!;-) ....
..nun bin ich 36 jahre alt, verheiratet und habe eine 18jährige tochter ...
hab szenetechnisch schon alle fäscher in der schublade "punk&co" durchgemacht.. war iroträger und skinhead, war mal vom metal, mal vom grunge und mal vom ska und reggae und immer von linxradikalem gedankengut beinflusst..
seit einigen jahren bin ich wieder auf meine oldschoolwurzeln zurückgekommen... nicht zuletzt durch mein späten entschluss gänzlich nun auch mal die abteilung "straight edge" zu auszuleben, hab ich wieder zum hardcorepunk zurückgefunden....
wobei ich aus der konserve fast alles höre, was mich irgendwie inspiriert.. nur auf konzerten hab ich am liebsten oldschool hardcore....

auf den bewussten spirituellen weg hab ich mich so vor 12 jahren gemacht, als ich nach meiner bislang schwersten lebenskrise durch karmische fügung mit dem buddhismus in kontakt kam...
erst bei den tibetern hab ich bald den weg des zen als den für mich passenden empfunden......
zwischendurch immer wieder mit "rückschlägen" konfrontiert, fühle ich mich mittlerweile, nicht zuletzt durch straight edge und dharmapunx, auf meinem weg halbwegs "gefestigt".. meint: entschlossen.. meint nicht das es jetzt leichter wäre ;-) ....
das beispiel von noah levine hat mich nur darauf gebracht wie wunderbar dharma und punk zusammen passen ...wei beides alles immer wieder in frage stellt, weil es eigentlich nichts gibt was in frage zu stellen wäre.. ;-)
hab lange jahre auch kampfkunst geübt.. diese hab ich aber nun zugunsten einer yogalehrerausbildung http://www.yoga-vidya.de/und dem entschluss zu einem gewaltfreien leben aufgegeben... meine spirituelle gemeinschaft ist die zaltho sangha http://www.zaltho.de/ ...
mit sonja möchte ich aber auch das eventuelle entstehen einer dharmapunxgemeinschaft außerhalb der matrix forcieren! (danke sonja!)
..so.. das soll es erstmal gewesen sein..
mehr selbstdarstellung gibt es noch hier: http://www.myspace.com/ahimsabrunx

stay true, stay rebel, stay in peace!

namste in gassho,
oier,
brunx angyo

Verfasst: Samstag 14. Februar 2009, 22:52
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Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 00:16
von SxEric
hallo lieber brunx :D

nur auf konzerten hab ich am liebsten oldschool hardcore....


eusa_dance eusa_clap geht mir genauso.. ich bin zwar musikalisch sehr aufgeschlossen.. aber wirklich wohl fühl ich mich nur bei oldschool shows..

hab lange jahre auch kampfkunst geübt.. diese hab ich aber nun zugunsten einer yogalehrerausbildung http://www.yoga-vidya.de/und dem entschluss zu einem gewaltfreien leben aufgegeben


inwieweit findest du widerspricht sich gewaltlosigkeit und kampfkunst? beim aikido beispielsweise soll ja gerade die konfliktlösung ohne gewalt gefördert werden..

Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 13:21
von Annika
Irgendwie finde ich das lustig, dass ich genau so alt wie deine Tochter bin ;)

Aber wie Eric wundere ich mich darüber, dass Kampfsport und Gewaltlosigkeit nicht zusammenpassen, aber ich kann mich auch irren. Denn mir wird immer eingetrichtert, dass der beste Kampf der ist, der nie stattgefunden hat. Was so viel bedeutet, dass derjenige, der das, was er in lernt wirklich einsetzen muss irgend etwas nicht ganz richtig gemacht hat. Aber natürlich, beim Erlernen der Kampfsportart/Kampfkunst kämpft man miteinander, aber auf einer Ebene, auf der man sich niemals ernstlich verletzen würde, da man langsam das Niveau steigert und wenn man bei schwarfen Waffen ankommt einen Anfänger ernstlich damit verletzen könnte, aber da man geübt ist kann da nicht viel passieren, weil alle aufpassen und mit allen Sinnen wach und dabei sind.

Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 15. Februar 2009, 14:11
von BrunX AnGyo
...es handelt sich um sichtweisen.. udn ich kenne beide und halte beide nicht für falsch....
ich habe kampfkunstelemente jahrelang auch in meiner padagogischen arbeit mit eingebaut.. auch und gerade bei deeskaltions-und gewaltpräventionsangeboten..
aber fakt ist, das mensch automatismen in der kampfkunst trainiert, die andere verletzten oder gar töten können.. auch im aikido.., selbst im tai chi ;-) ...
..es geht hier aber, wie gesagt, nicht um richtig, oder falsch... und nichts würde mir ferner liegen, als irgendwen davon überzeugen zu wollen, das er/sie keine kampfkunst mehr aussüben darf...
es ist einfach auch so, das ich in einer tradition praktiziere die mit kampfkunst nicht zusammenpasst...
das mag vielleicht auch ein stückweit daran liegen, das claude anshin thomas selber schon getötet hat und das u.a. in zusammenhang mit seinen meistergraden in hapkido und kung fu ..(welches er natürlich auch nicht mehr praktiziert) ein schwerpunkt seiner tradition ist (gerade auch als vietnamveteran) die transformation von gewalt.. und das in all seiner konsequenz..
mir würde es offen stehen weiter kampfkunst zu praktizieren und und einen buddhistischen weg zu gehen.. nur dann halt in einer anderen linie...
..es ist meine entscheidung..
ich kann gegen herzinfakt mit einem glas rotwein am tag vorbeugen, oder mit dementsprechenden kräutertees ;-) ...
etwas anderes war in diesem zusammenhang aber für mich viel entscheidener.. dadurch, das ich tatsächlich (schmerzhaft!!) die kampfkunst losgelassen habe, ist platz für etwas neues entstanden... die intensive yogapraxis ist eine wirkiche bereicherung meines spirituellen weges.. ich lerne soviel neues, was ganzheitlich mit meinem weg zu tun hat...dagegen waren die spirituellen momente im sportkarate eher spärlich gesät ...

Re: ...der brunx

Verfasst: Mittwoch 25. Februar 2009, 10:27
von SxEric
aber fakt ist, das mensch automatismen in der kampfkunst trainiert, die andere verletzten oder gar töten können..

was mensch aber auch tut, wenn er lernt mit einem messer zu schneiden, einer axt holz zu haken, usw.. aber ich weiß schon worauf du hinausmöchtest..

Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 1. März 2009, 12:17
von BrunX AnGyo
SxEric hat geschrieben:aber fakt ist, das mensch automatismen in der kampfkunst trainiert, die andere verletzten oder gar töten können..

was mensch aber auch tut, wenn er lernt mit einem messer zu schneiden, einer axt holz zu haken, usw.. aber ich weiß schon worauf du hinausmöchtest..


wobei ich mir beim tomaten schneiden oder holzhacken nicht vorstellen muss, das ich jemanden zu boden schmeiße und ihm arm, kiefer ode kenick breche... und die tomate für mich kein angreifer darstellt, auf die ich automatisch mit einer abwehr und einem gegenangriff reagiere .... ;)

Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 1. März 2009, 12:31
von SxEric
ja.. die motivation ist ne andere.. stimmt.. aber beispielsweise beim aikido geht es ja nicht unbedingt darum mir unter meinem partner jemanden vorzustellen, den ich möglichst schnell ausschalten muss.. sondern mit ihm zusammen zu lernen, statt mit aggresion, mit friedfertigem geist auf einen angriff zu reagieren, und ihn so umzuwandeln, dass beide kontrahenden unbeschadet bleiben.. soviel zumindest zur theorie :D

„Wenn du angegriffen wirst, schließe deinen Gegner ins Herz“ - o sensei ueshiba morihei

ich finde es falsch kampfkünste auf die sv zu reduzieren..

Re: ...der brunx

Verfasst: Sonntag 1. März 2009, 13:16
von BrunX AnGyo
..natürlich.. es ist genauso falsch, die zitrone auf sauer zu reduzieren, dadurch wird sie aber nicht ihre säure verlieren..
..kampfkunst ohne gewalt ist wie schwimmen ohne nass zu werden...
es geht jetzt nicht um richtig oder falsch.. es ist die sache, wie ich meinen weg gehen will.. wie weit ich gewalt darin toleriere, oder als unumgängliches nebenprodukt akzeptiere..
ich habe kampfkunst auch immer als integralen teil meines spirituellen und auch als teil meiner pädagogische (gewaltpräventiven!) arbeit gesehen..
aber es ändert nix daran, das sie im falle eines falles ein weg mit gewalt ist ....
es geht nicht darum irgendwen zu verurteilen, der kampfkünste ausübt..
..ich hätte mir ja auch einen buddhistischen weg suchen können, indem kampfkünste kein problem sind , oder gar dazu gehören... ich geh jetzt aber mit der zalthosangha... und hier wird sogar das schwert von manjushri, in der traditionellen rezitation/hier von intersein: Wir rufen deinen Namen, Manjushri. Wir haben die feste Absicht, deine sanfte Art zu erlernen und so wie du
tief in das Herz der Dinge und in die Herzen der Menschen zu schauen. Wir werden mit offenem Herzen und
unserer ganzen Aufmerksamkeit schauen. Wir werden mit unvoreingenommenem Blick schauen. Wir werden
schauen, ohne zu verurteilen oder zu beeinflussen. Wir werden so tief schauen, daß wir die Wurzeln des Leidens
sehen und verstehen können, die unbeständige und selbstlose Natur all dessen, was existiert. Wir werden deinen
Weg üben, mit dem Schwert des Verstehens die Fesseln des Leidens zu durchschneiden und so uns und andere
Wesen zu befreien.

als werkzeug betitelt, weil claude anshin meint, das ein schwert eher etwas ist was tot und zerstörung, als wahre befreiung bringt....
Wir werden deinen Weg üben, mit den Werkzeugen des Verstehens die Fesseln des Leidens durchschneiden und so uns und andere Wesen zu befreien
im endeffekt sind auch das nur ideen, vorstellungen und konzepte.. es gilt hat den für sich passenden weg zu finden.. und ich habe mich darauf eingelassen, ohne kampfkunst zu leben.. und es tat sich ein raum auf, der sich jetzt mit einer yogalehrerausbildung anfüllt...
neben gewaltzeux war eine wichtige erfahrung dabei auch das "loslassen von liebgewonnen" .... von sachen, von denen mensch vorher gedacht hat, er könnte ohne sie nicht leben....
..und sie da: mensch kann sehr wohl und es tut sich etwas völlig unerwartetes, neues, für meinen weg extrem passendes auf...

Bild
manjushri boddhistava