was den dharma angeht, so sehe ich die wahrheit in buddhas grundlegenden einsichten, aber ich sehe auch die verfälschungen und verblendungen, die - meist völlig unbeabsichtigt - mit jedem versuch einhergingen, seine ideen in eine religion zu pressen. ich lehne deshalb jede form des buddhismus für mich selbst ab (wobei ich zen am meisten abgewinnen kann). marx sagte einmal, er sei kein marxist. ich denke, ebensowenig war buddha buddhist. und aus genau diesem grunde bin ich (zumindest nach gängigen definitionen) auch keiner. mythen und riten können schön sein und gemeinschaftliche erlebnisse stiften, aber den weg zur erleuchtung müssen wir alle selbst, alleine und auf unserem jeweils eigenen, ganz persönlichen weg gehen. all der götterglaube, all die legenden, all die spekulationen über das jenseits, die im nachhinein an die lehren buddhas angefügt und über sie oben drüber gestülpt wurden, sind in meinen augen nichts als blendwerk oder metaphorik. vielleicht interessant, aber nicht relevant. ich zitiere mal den apostel rufus in "dogma": "humanity took a good idea and, like always, built a belief structure on it. i think it's better to have ideas. you can change an idea. changing a belief is trickier. life should malleable and progressive; working from idea to idea permits that. beliefs anchor you to certain points and limit growth; new ideas can't generate. life becomes stagnant."
ich war schon mal gläubiger christ. den fehler, irgendetwas zu glauben, nur weil es in einem buch steht oder weil jemand sympathsiches es behauptet, mache ich nie wieder... für gute ideen, die mich weiterbringen, bin ich jedoch immer gerne zu haben und buddha hatte da ja so einige
