sonja hat geschrieben:
du hast recht! unsere buddhanatur ist unveränderlich. wie ein diamant. nur, was nützt er wenn er in der schublade liegt und nicht angeschaut wird? von daher ist es sicher nicht egal was wir tun. was immer es ist, es hat konsequenz. und die meisten hier im forum sehnen sich anscheinend nach ner bestimmten art von konsequenz, dessen ursache ihnen aber manchmal schwer und immer öfter hoffentlich leicht fällt.
nicht zu ernst nehmen ist in jedem fall ein guter tipp. find ich.
der vergleich mit dem diamanten hinkt, find ich, wenn man ihn als objekt sieht, das man in eine schublade packen oder auch daraus hervorholen könnte. und auch entzieht sich die buddha-natur jeglicher nützlichkeits-logik! sie strahlt vielmehr bedingungslos und unendlich geduldig...
wenn man den erwähnten konflikt psychologisch als einen konflikt zwischen über-ich("leistungsanspruch") und innerem kind("lustprinzip") begreift, so bin ich in den (teils heftigen) konflikten meiner vergangenheit gut damit gefahren, mich konsequent auf die seite des inneren kindes zu schlagen, und trotz der quälenden und lähmenden unlust der (gesellschaftsgeprägten) über-ich-seite rigoros den mittelfinger zu zeigen. ich denke, das innere kind ist allemal näher an der wahren natur und verdient eine menge aufmerksamkeit und respekt.
in der kurzen zeit, in der ich nach jahrelanger pause wieder meditiere, mache ich nun die erfahrung einer motivation die von einer tieferen ebene als diesem konflikt zu kommen scheint.
wenn ich sitze, dann meditiere ich, einfach weil ich meditiere (ob angenehm oder unangenehm), und nicht weil ich irgendeine konsequenz damit herbeiführen möchte. warum ich es tue, habe ich keine ahnung. aber diese frage stellt sich in dem moment auch nicht.